Verhaltensweisen


Welche Gewohnheit möchten Sie in der Projektwoche verändern?

Die Teilnahme an der Studie ist freiwillig und soll Ihnen Spaß machen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie sich gut überlegen welches Verhalten Sie in der Projektwoche ändern möchten. Es sollte eine Verhaltensweise sein, die Sie bisher nicht regelmäßig durchführen. Die Selbstverpflichtung klappt am besten, wenn Sie sich ein konkretes Ziel setzen, das Sie herausfordert, jedoch keine Überforderung darstellt. Es wäre schön, wenn Sie die neue Gewohnheit täglich durchführen und gut in ihren Alltag integrieren können.

Zur Anregung stehen mehrere umweltfreundliche Verhaltensweisen zur Auswahl. Falls Sie eine eigene Idee haben, melden Sie sich gerne mit einer E-Mail bei mir.


fruit-1100190_1280Nur Bio-Lebensmittel einkaufen
Kann „Bio“ die Welt retten? Produkte aus ökologischem Landbau bringen jedenfalls viele Vorteile für Mensch und Natur mit sich. Der Bio-Anbau setzt auf natürliche Fruchtfolgen, artgerechte Tierhaltung und lokale Ressourcen. Auf schädliche Pestizide und synthetische Düngemittel wird weitestgehend verzichtet. Das entlastet Böden und Grundwasser und vermindert schädliche Rückstände auf Nahrungsmitteln. In der Projektwoche könnten Sie einen Biomarkt in Ihrem Wohnort ausprobieren oder direkt bei einem regionalen Bio-Bauernhof einkaufen. Denn Regionalität und Saisonalität sind zusätzlich wichtige Faktoren für eine umweltfreundliche und gesunde Ernährung. Weitere Informationen über biologische Landwirtschaft finden Sie auf der Webseite der EU-Kommission.


6rad200Fahrrad oder ÖPNV statt Auto nutzen
Zwei Drittel aller Autofahrten in Deutschland sind kürzer als 10 Kilometer. Mobilität ohne Auto kann in größeren Städten unkompliziert und sogar praktisch sein. Wenn Sie die Option haben, eine Woche lang auf den öffentlichen Nahverkehr oder das Fahrrad umzusteigen, tun Sie dem Klima einen großen Gefallen. Zusätzlich darf sich Ihre Gesundheit über die sportliche Betätigung freuen. Wer weiß, vielleicht eröffnet Ihnen der Umstieg auf’s Rad einen neuen Blickwinkel auf Ihren Wohnort?


2reiniger200

Haushaltsreiniger bzw. Kosmetika selbst herstellen
Über Reinigungs- und Waschmittel gelangen viele Schadstoffe in unsere Gewässer. Auch herkömmliche Körperpflegeprodukte können bedenkliche Inhaltsstoffe enthalten, die Mensch und Natur schaden (siehe unten). Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie viele Putzmittel es wirklich braucht? Mit Zitronensäure und Essigessenz als natürliche Reinigungsmittel ist schon sehr viel getan. Sie möchten selbst bestimmen, was in Ihrer Zahnpasta, Ihrem Shampoo oder Deodorant steckt? Auf smarticular.net und anderen Internetseiten finden Sie nützliche Rezepte für die Eigenherstellung von allerlei Haushaltsreinigern und Naturkosmetika.


3müllsammeln200Müll aufsammeln beim Spazieren oder Joggen
Kennen Sie „Plogging“? Dieser Trend kommt aus Schweden und findet momentan international viele Mitstreiter*innen. Bei Ausflügen in die Natur, beim Spaziergang mit dem Hund, auf dem täglichen Weg in die Arbeit oder zur Joggingrunde wird ein Müllbeutel mitgenommen um Müll entlang der Strecke einzusammeln. So können Sie während Ihrer sportlichen Betätigung der Umwelt etwas Gutes tun. Was schätzen Sie, wie viele Säcke Sie in einer Woche füllen werden?


4plastikfrei200Plastikfrei einkaufen
Plastik ist überall. In den meisten Verpackungen, im Haarshampoo, in der Zahnpasta und als Konsequenz leider auch in den Ökosystemen der Erde. Besonders problematisch für die Umwelt ist das in vielen Produkten versteckte Mikroplastik. Eine Woche plastikfrei einzukaufen sollte im Voraus gut geplant werden. In vielen größeren Städten gibt es Unverpackt-Läden, auf dem Wochenmarkt werden Obst & Gemüse ohne Verpackungen verkauft und auch im Supermarkt finden sich teilweise plastikfreie Artikel. Auf utopia.de können Sie praktische Tipps für ein Leben ohne Plastik nachlesen. Der WWF hat den Juli 2018 als plastikfreien Monat ausgerufen und gibt ebenfalls Anregungen. Wer stellt sich dieser Herausforderung?


smartphone-1957740_1920Produkte beim Einkauf mit einer App auf umweltgefährdende Stoffe prüfen
Ob Lebensmittel oder Kosmetika, in vielen Produkten verstecken sich bedenkliche Inhaltsstoffe, die dort auf den ersten Blick nicht vermutet werden: Mikroplastik im Shampoo, Palmöl im Brotaufstrich, Konservierungsstoffe und E-Nummern. Mit der Smartphone-App Codecheck (Download im Apple & Google Play-Store) lassen sich beispielsweise viele Produkte bequem über den Strichcode einscannen und deren Inhaltsstoffe abrufen. Bedenkliche Stoffe werden rot angezeigt und könnten während der einwöchigen Selbstverpflichtung vermieden werden. Die Produktsuche ist auch ohne Smartphone über die Webseite möglich.


7strom200Strom bewusst einsparen
Schalten Sie immer das Licht aus, wenn Sie einen Raum verlassen und trennen Sie alle technischen Geräte bei Nichtnutzung komplett vom Strom? Geräte im Standby-Modus kosten einen deutschen Durchschnittshaushalt jedes Jahr rund 100 – 200 Euro. Begeben Sie sich also auf die Suche nach vermeidbaren Stromfressern, wie eingesteckten Ladekabeln, Fernsehern und DVD-Spielern, Kopierern oder (älteren) Warmwasserboilern. Schalten Sie Geräte immer am Netzschalter aus. Wo dies nicht möglich ist, schafft eine Steckdosenleiste mit Kippschalter Abhilfe. Auch das Ersetzen von (kaputten) Glühbirnen durch sparsame LED spart Strom und Geld. Hier können Sie Stromspartipps nachlesen.


8veganburger200Vegan essen
Wie wir uns ernähren hat einen großen Einfluss auf unseren ökologischen Fußabdruck. Der seit Jahren etwa gleichbleibend hohe Fleischkonsum in Deutschland ist mit Flächen- und Umweltvernichtung, Massentierhaltung und einem Vorantreiben des Klimawandels verbunden. Die vegane Küche bietet eine leckere und umweltfreundliche Alternative. Im Internet (z.B. auf der Webseite des Vegetarierbundes) finden Sie Informationen rund um die vegane Ernährung und in Kochbüchern aus der Bücherei gibt es unzählige Anregungen für vegane Rezepte. Auch unterwegs finden sich immer mehr alternative Angebote in Restaurants und Cafés. Wie wäre es beispielsweise mit einem Veggie-Kochabend mit der Familie oder Freunden?